Selbstwert erhöhen -Wege zu mehr innerer Stärke

Wusstest du, dass mehr als 800 Wörter existieren, die mit „Selbst“ beginnen?

Drei für mich am wichtigsten und in der Arbeit mit meinen KlientInnen am Häufigsten auftauchenden Wörter mit Selbst sind Selbstbild, Selbstvertrauen und Selbstwert

Wusstest du, dass es mehr als 100 Zitate gibt, die das Wort „selbst“ beinhalten?

Ein schönes Zitat, das Abraham Lincoln zu verdanken ist, lautet: „Die meisten Menschen sind so glücklich, wie sie es sich selbst vorgenommen haben“.

Warum wohl gibt es so viele Wörter und Zitate, die das „Selbst“ in den Fokus rücken?

Wahrscheinlich deshalb, weil wir selbst unser Leben in der Hand haben? Wir selbst unser Glückes Schmied sind? Wir selbst den Weg unseres Lebens beschreiten müssen und wir die Hauptrolle einnehmen? 

Der Selbstwert ist das Fundament unseres psychischen Wohlbefindens

Als Verhaltenstherapeutin erlebe ich immer wieder, wie entscheidend ein gesunder Selbstwert für Lebensfreude, Beziehungen und persönliche Entwicklung ist. Doch was bedeutet Selbstwert eigentlich – und wie kann man ihn gezielt stärken?

Was ist Selbstwert?

Selbstwert beschreibt die Bewertung, die wir uns selbst geben. Er entsteht aus unseren Erfahrungen, unseren Gedanken über uns selbst und den Rückmeldungen, die wir von anderen erhalten. Ein stabiler Selbstwert bedeutet, sich selbst als wertvoll und kompetent zu erleben – unabhängig von äußeren Erfolgen oder Meinungen.

Warum ist der Selbstwert oft niedrig?

Viele Menschen kämpfen mit einem geringen Selbstwert. Ursachen können negative Kindheitserfahrungen, kritische Eltern oder LehrerInnen, aber auch gesellschaftliche Erwartungen sein. In der Verhaltenstherapie schauen wir gemeinsam, welche Denkmuster und Glaubenssätze den Selbstwert beeinflussen – zum Beispiel: „Ich bin nicht gut genug“ oder „Ich muss perfekt sein, um geliebt zu werden“.

Wie kann Verhaltenstherapie helfen?

Die Verhaltenstherapie setzt direkt an den Gedanken und Verhaltensweisen an, die den Selbstwert schwächen. Typische Schritte sind:

  • Selbstbeobachtung: Gemeinsam werden Situationen analysiert, in denen sich der geringe Selbstwert zeigt. Welche Gedanken gehen damit einher? Wie fühlt sich das an?
  • Kognitive Umstrukturierung: Negative Glaubenssätze werden hinterfragt und durch realistischere, freundlichere Gedanken ersetzt. Zum Beispiel: „Ich mache Fehler, aber das macht mich nicht weniger wertvoll.“
  • Verhaltensübungen: Neue Erfahrungen werden aktiv gesammelt – etwa, indem man sich kleine Herausforderungen sucht und sich selbst lobt, wenn man sie gemeistert hat.
  • Achtsamkeit und Selbstmitgefühl: Techniken wie Achtsamkeit helfen, sich selbst liebevoller zu begegnen und den inneren Kritiker zu beruhigen.

Praktische Tipps für den Alltag, um den eigenen Selbstwert zu stärken:

  • Führen Sie ein Erfolgstagebuch: Notieren Sie täglich kleine und große Erfolge. Das stärkt das Bewusstsein für die eigenen Fähigkeiten.
  • Sprechen Sie freundlich mit sich selbst: Ersetzen Sie Selbstkritik durch unterstützende Worte, wie Sie sie einem guten Freund sagen würden.
  • Setzen Sie realistische Ziele: Perfektionismus ist ein Selbstwert-Killer. Erlauben Sie sich, Fehler zu machen und daraus zu lernen.
  • Umgeben Sie sich mit positiven Menschen: Beziehungen, die Wertschätzung und Unterstützung bieten, fördern den Selbstwert.

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