Selbstvertrauen stärken, Selbstwert erhöhen

Was für eine Erkenntnis … es existieren mehr als 800 Wörter, die mit „Selbst“ beginnen …

Meine Favoriten: Selbstbild, Selbstvertrauen, Selbstwert und selbstbestimmt.

Es gibt mehr als 100 Zitate, die das Wort „selbst“ beinhalten …

Ein schönes Zitat, das Abraham Lincoln zu verdanken ist, lautet: „Die meisten Menschen sind so glücklich, wie sie es sich selbst vorgenommen haben“.

Warum wohl gibt es so viele Wörter und Zitate, die das „Selbst“ in den Fokus rücken?

Wahrscheinlich deshalb, weil wir selbst unser Leben in der Hand haben? Wir selbst unser Glückes Schmied sind? Wir selbst den Weg unseres Lebens, ab dem Erwachsenenalter, beschreiten müssen und wir die Hauptrolle in unserem Leben spielen?

Ja, da wird ganz viel Selbstverantwortung an uns übertragen. Puh, das klingt ein wenig bedrückend, aber das bedeutet wiederrum, dass wir selbstbestimmt und nicht fremdbestimmt sind.

Stellen wir uns vor, jeder Mensch ist ein schönes Haus. Ein schönes Haus benötigt ein solides Fundament und einige stützende Säulen, damit es stabil steht, Erschütterungen standhält und nicht gleich beim leichtesten Wind in sich zusammenfällt. Jede/r von uns kann Einfluss darauf nehmen, wie stabil diese Säulen sind bzw. wie man diese stärken kann.

Mit Selbstakzeptanz ist gemeint, dass wir uns annehmen, so wie wir sind, auch wenn uns das in einigen Bereichen (Aussehen, Status, Beziehungsgeschehen, Verhalten etc.) vielleicht nicht so gefällt, leichtfällt oder immer wieder vor Herausforderungen stellt. Da geht es darum zu den eigenen Macken zu stehen, aber auch zu evaluieren, woran man arbeiten kann, um einige Bereiche zu stabilisieren oder auszubauen. Da geht es darum im Rahmen der Psychotherapie Ziele zu definieren und bisherige Erfolge anzuerkennen und zu feiern.

Selbstvertrauen heißt, dass wir uns raus aus unserer Komfortzone bewegen. Neues probieren, sich aufraffen, sich trauen. Das ist nicht so leicht, aber „wer nicht wagt der nicht gewinnt“. In der Psychotherapie wird man motiviert sich gesetzte Ziele anzunähern, ein anderes Verhalten an den Tag zu legen, Dinge in einer anderen Art und Weise zu anzugehen.

Im Rahmen der Sozialen Kompetenz, geht es darum, mit anderen Menschen zu kommunizieren, zu interagieren, also umgehen zu können, um seine eigenen Bedürfnisse und Interessen zu vertreten. Das bedeutet eigene Gefühle wahrzunehmen, zu benennen und zu artikulieren. In der psychotherapeutischen Arbeit werden Gefühle wahrgenommen und benannt. Es ist wichtig diese anderen gegenüber zu zeigen und sich adäquat zu verhalten.

Freundschaften/Partnerschaften oder anders formuliert „Beziehungen“, sind für uns als soziale Wesen sehr essenziell. Ein Mensch fühlt sich wohl, wenn dieser sich im eigenen Leben mit Menschen umgibt, die er/sie mag und denen man wichtig ist. Im Zuge der Psychotherapie werden alle Ressourcen benannt, die energiebringend sind und jene, die Energie kosten. Ersteres soll aufgebaut, zweiteres minimiert werden.

Tipp: Welche der 4 Säulen würden Sie in Ihrem Leben als stabil bezeichnen, und warum? Welche Säulen wackeln momentan in Ihrem Leben? Je mehr Säulen wackeln, umso mehr ist Ihr Selbstwert „in Gefahr“.

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